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Babyzeichensprache: bewegte Hände - bewegte Sprache (Teil 1)

Der gezielte und bewusste Einsatz von Gesten als Methode der Sprachförderung. Sprache zählt als Schlüsselkompetenz für alle weiteren Bildungsbereiche. Gerade die frühe und vorsprachliche Kommunikation zwischen Eltern bzw. Betreuern und Kind ist von besonderer Bedeutung für den Spracherwerb. Hier werden die Grundlagen für die Sprachentwicklung gelegt. Studien von Barbara Zollinger aus der Schweiz bestätigen, dass in der Dynamik früher Spracherwerbsstörungen bei vielen der betroffenen Kinder Unsicherheiten in der Individuationsentwicklung mit Auffälligkeiten oder Störungen in der frühkindlichen Mutter-Kind-Beziehung eine zentrale Rolle spielen.

 

Babyzeichensprache in der Krippe richtig deuten

© drubig-photo

Babyzeichensprache bzw. die Kommunikation und Sprachanbahnung durch begleitende Gesten und Gebärden sind eine  Möglichkeit, um Beziehung, Nähe und positive Erlebnisse durch und mit Kommunikation zu schaffen.

Gesunde Kinder lernen selbstverständlich auch ohne Babyzeichensprache sprechen, dennoch möchte ich in diesem Artikel zeigen, welche leicht umzusetzenden Möglichkeiten der Sprachförderung sich in der gemeinsamen Kommunikation mit den Jüngsten durch Babyzeichen ergeben und welche Freude es Klein und Groß macht, sich auf diese Art und Weise auf den Weg zur Sprache zu begeben.

Was ist Babyzeichensprache?

Babyzeichensprache, Babygebärden oder "baby signing" bezeichnen die Unterstützung und Begleitung der Lautsprache mit einfachen einzelnen Handzeichen. Diese zusätzlichen Gesten oder Gebärden sollen dem Kleinkind erleichtern zu verstehen und aufzunehmen, was die Bezugsperson sagt. Die Babyzeichen sind dabei gleichzeitig ein begleitendes Angebot an das Kind zur normalen Sprache:

  • Die Gebärden für Schlüsselwörter werden parallel zur Lautsprache spielerisch in Handlungen und Alltagssituationen einbezogen. Damit unterstützen sie die Begriffsbildung im konkreten Kontext sehr bildhaft und am Interesse des Kindes orientiert. Die Bewegung der Geste lenkt die kindliche Aufmerksamkeit auf wichtige Worte aus seinem Alltagserleben.
  • Babyzeichen geben den Kindern Orientierung im Alltag und in der täglichen Routine, indem sie das Verstehen auf beiden Seiten erleichtern und zu einer gelingenden Verständigung beitragen.
  • Sie ermöglichen dem noch nicht sprechenden Kind den altersgerechten Ausdruck von Bedürfnissen und Wünschen.
  • Sie sind wie ein Fenster zu seinen Gedanken und geben der Bezugsperson die Möglichkeit, daran teilzuhaben und diese zu beantworten.

Sobald die Kinder motorisch in der Lage sind selbst erste Bewegungen nachzuahmen, nutzen sie diesen Weg recht schnell, sich durch eigene konkrete Gesten einzubringen und von sich aus einen Dialog zu beginnen. In der Praxis beobachten wir dabei, dass Kinder nur die Zeichen annehmen und selbst einsetzen, die ihnen einen Nutzen bieten oder ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechen.

Wie funktioniert Babyzeichensprache und wie wird sie umgesetzt?

Sie nutzen als Erzieher/in gegenüber noch nicht sprechenden Kindern sicher schon spontane Gesten wie z.B. die flache Hand ans Ohr legen und den Kopf dabei zur Seite neigen, um ihnen zu verdeutlichen, dass es Zeit zum Schlafen gehen ist. Neu ist es nun, dass sie als pädagogische Fachkraft die Zeichen nicht nur in Liedern und Fingerspielen oder ganz spontan einsetzen, sondern damit bewusst einzelne Worte beim Sprechen durch eine bildhafte Bewegung hervorheben. Dies ist selbstverständlich mit ein wenig Gewöhnung verbunden, die sich aber erfahrungsgemäß rasch einstellt.

Babyzeichen bilden auf dem Weg zur verständlichen Lautsprache eine Brücke für die Kinder und sind wie ein Ventil. Diese Äußerungsmöglichkeit holt sie auf ihrer derzeitigen Entwicklungsstufe ab und ermöglicht ihnen schon wesentlich früher aktiv einbezogen zu sein.

Beispiel: Das Kind wird angesprochen und hört die Worte: "Wollen wir etwas TRINKEN?", sieht gleichzeitig die Gebärde (TRINKEN - die Hand wie einen gekippten Becher zum Mund führen) und beobachtet uns im Handlungszusammenhang (wir gießen ein Glas ein, führen es zum Mund, schlucken, ...). Auf diese Weise werden automatisch ablaufende Handlungen bewusster mit Sprache begleitet.

Die Motorik der Hände ist bereits um den sechsten bis neunten Monat so weit entwickelt, dass Kinder erste Handzeichen nachahmen können. In dieser Zeit verstehen Babys häufig benutzte Worte und finden mit Hilfe der Gebärden (leichter/ihrer Entwicklungsstufe entsprechend) in den aktiven Selbstausdruck. Bis zum Sprechbeginn frühestens um den zwölften bis 20. Monat braucht die Reifung des Sprachapparates noch Zeit.

Verbreitung und Stand der Forschung

Den Ursprung und die Verbreitung hat "Baby Sign Language" im englischen Sprachraum von Großbritannien bis Australien und Neuseeland in den 1980er und 1990er Jahren in Amerika gefunden. In den USA ist sie seit Jahren Bestandteil des pädagogischen Alltags vieler Kindergärten. Auch in Skandinavien ist "baby signing" allgemein bekannt und wird dort u.a. im Vorschul-Bereich genutzt, um z.B. Buchstaben mit dem Fingeralphabet leichter zu erlernen. Nun fassen Babyzeichen auch in anderen Ländern Europas Fuß. Seit 2004 finden Kurse für Eltern und für Fachpersonal auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer mehr Verbreitung.

Was ist dran an der Methode? Ist dies die neueste Ausgeburt des Frühförderwahnes in unserer Gesellschaft oder kann es ein nützliches Instrument für den pädagogischen Alltag sein?

Geforscht wird auf dem Gebiet des "baby signing" schon seit mehr als 20 Jahren, seitdem Babyzeichen als vereinfachte Form der Gebärdensprache in den USA entwickelt wurden. Der Kinderpsychologe Dr. Joseph Garcia beobachtete in seinen Studien, dass Kinder die Hand-Augen-Koordination wesentlich schneller erlernen als die gesprochene Sprache. Hörende Babys, von denen ein Elternteil gehörlos war, konnten viel früher (mit neun Monaten) mit Gebärden (bis zu 57) kommunizieren als gleichaltrige Kinder sprechen.

Langzeitstudien von Dr. Linda Acredolo und Dr. Susan Goodwyn konnten verschiedene Vorteile für die gesamte kindliche Entwicklung belegen wie:

  • Verbesserte Motorik und Körperwahrnehmung, da Babyzeichen an den verschiedensten Stellen des Körpers gezeigt werden und vielfältig Arm-, Hand- und Fingerbewegungen einschließen (Pinzettengriff für "VOGEL" oder Hände vor dem Körper zusammenbringen für "MEHR" oder "BITTE" oder "BOOT").
  • Unterstützung der rezeptiven (Sprachverständnis) als auch der expressiven Komponente (Sprechvermögen) der Sprachentwicklung mit positiven Auswirkungen auf Größe des Wortschatzes und den Sprechbeginn.
  • Die Bildung und Verknüpfung von Synapsen im Gehirn wird durch die Ansprache beider Hirnhälften durch Kombination der akustischen Reize der Sprache mit den visuellen Reizen der Babyzeichen unterstützt.
  • Stärkung der Bindung zwischen Kind und Eltern oder Geschwistern durch Verringerung von (vor-) sprachlichen Missverständnissen.
  • Stärkung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwahrnehmung, weil die Kinder früh erfolgreich in der Lage sind, kommunikativ einen aktiven Part einzunehmen, auf ihre Umwelt zuzugehen und darauf Einfluss zu nehmen und sich dadurch als selbstwirksam erleben können.
  • Verstärktes Interesse für Bücher, Lieder und Rollenspiele.
  • Abstraktionsvermögen wird angeregt.

Diese Studien werden heute, angesichts der damaligen Forschungsmethoden oder der Auswahl der Stichproben und Vergleichsgruppen, zum Teil angezweifelt. Trotz dieser auch in der Praxis zahlreich beobachtbaren Ergebnisse ist die aktuelle Forschungslage zu den genau bezifferbaren Auswirkungen noch unbefriedigend und weitere zeitnahe Forschung wünschenswert.

Belegt ist durch neuere Studien der Psychologin Claire Vallotton von der Michigan State University aus dem Jahr 2011, dass Gebärden Kindern helfen, eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken und dass der Einsatz von Babyzeichen den Spracherwerb definitiv nicht behindert, sondern durch zusätzliche Nähe und zugewandte Kommunikation eher fördert. Sie zeigt, dass die Gebärdennutzung im vorsprachlichen Alter einen beeindruckenden Einblick in die kognitiven und sozialen Fähigkeiten kleiner Kinder gibt. Sie beobachtete Kinder über einer Zeitraum von acht Monaten und stellte fest, dass diese zum Teil schon im Alter von neun Monaten Zwei-Wort-Sätze mit Gebärden bildeten und Drei-Zeichen-Äußerungen im Alter von einem Jahr nutzten. Mit elf Monaten waren zum Teil schon Gespräche mit vierfachem Dialogwechsel zu erleben.

Natürliche Gestik, Mimik und Körpersprache - Warum gestikulieren Menschen, wenn sie sich unterhalten?

Studien der Psychologin Susan Goldin-Meadow von der University of Chicago haben gezeigt, dass wir uns durch den Einsatz und Nutzen von Gesten schneller an Worte erinnern, denn Gesten aktivieren und unterstützen die entsprechenden Sprachareale im Gehirn. Sie fand desweiteren heraus, dass schon bei Kleinkindern eine Verbindung zwischen Sprache und Gestik besteht: Je häufiger 14 Monate alte Kinder beim Sprechen ihre Hände einsetzen, desto größer ist ihr Wortschatz mit 4,5 Jahren.

Gesten sind Teil der Sprache. Wir alle nutzen Gesten beim Sprechen, wenn auch oft unbewusst oder auch dann, wenn unser Gegenüber uns gar nicht sehen kann (z.B. am Telefon). Wir verknüpfen bis zu 90 Prozent unserer verbalen Äußerungen mit mindestens einer Geste.

Babyzeichen sind in diesem Sinne eigentlich nichts Neues. Winken zum Abschied, den Zeigefinger auf den Mund legen für "leise" sein, die Hand hinter das Ohr halten für "hör mal" oder über den Bauch streichen, wenn etwas "lecker" schmeckt sind alltägliche Zeichen, die wir den Kindern spontan/intuitiv zeigen und die sie mit Freude annehmen.

Darauf bauen Babyzeichen auf und erweitern das Kommunikationsspektrum auf dem Wahrnehmungskanal, der für das Verständnis von besonderer Bedeutung ist: Psychologen gehen davon aus, dass ca. 55 Prozent unserer Kommunikation über Körpersprache, Mimik und Gestik ablaufen, etwa 38 Prozent über Tonfall und Sprechweise und nur 7 Prozent über die Worte selbst. Gerade Lehrer überschätzen nach Aussage von Prof. Marilyn Daniels von der Pennsylvania State University die auditive Merk- und Wahrnehmungsfähigkeit bei Schülern. Kinder sind eher visuell orientiert, die Gebärden unterstützen sie positiv beim Lernen.

Warum soll man "künstliche" Gebärden einführen?

Wer von einer Gebärdensprache für Babys hört, ist auf den ersten Blick eventuell befremdet und wird vielleicht zunächst skeptisch reagieren. Das hört sich wie frühkindliches "Vokabelpauken" an. "Was sollen wir denn noch alles machen?" So ging es mir persönlich auch, bis ich Babys erleben durfte, die ganz selbstverständlich zeigten, was ihnen gerade wichtig war und ich als Außenstehende es auf Anhieb verstehen konnte. Die strahlenden Kinderaugen und die Intensität dieses Moments haben mich seitdem nicht mehr losgelassen.

Gesten begleiten Sprache spontan und werden aus dem Kontext heraus verstanden, Gebärden hingegen werden wie Vokabeln gelernt und ersetzen für gehörlose Menschen die Sprache. In der Gehörlosenpädagogik wurde und wird seit langer Zeit heftig darüber diskutiert, ob Gebärden den Lautspracherwerb behindern oder unterstützen. Forschungen von Prof. Gisela Szagun aus Oldenburg zeigten in Studien über Kinder mit Cochlear Implantat, dass sie sich positiv auswirken und helfen, Lautsprache anzubahnen. In meiner täglichen Arbeit mit den Babyzeichen sehe ich einen fließenden Übergang zwischen kulturell gültigen Gesten und Gebärden mit dem Ziel einer gemeinsamen Kommunikation.

Die Hirnforschung geht von einer engen Verknüpfung von Sprach- und Bewegungszentrum aus. Es besteht damit eine enge Beziehung zwischen Handgeschicklichkeit und Sprechgeschicklichkeit. Eine taktile Förderung der Kinder erzielt eine Verbesserung der Mundmotorik. Die Fähigkeit, Hand- und Mundbewegungen zu koordinieren, ist angeboren und nicht gelernt.

Babyzeichen setzen genau hier an, indem sie die Tatsache der absichtsvollen Gesten, die ein natürlicher Entwicklungsabschnitt eines jeden Babys sind, und den Zusammenhang der Hand- und Mundmotorik nutzen und das vorhandene Gesten-Repertoire um weitere dem Kind wichtige Begriffe durch gezielte und bewusste Gebärden erweitern.

Kindermund: Jette (13 Monate) entdeckt beim Spazieren einen Mann in Schwarz mit schwarz-weiß-gestreifter Jogginghose und zeigt begeistert PINGUIN. Beim Anschauen eines Bilderbuches am Abend zeigt sie auf eine Palme im Buch, schaut mit fragendem Blick ihre Mama an und macht dazu das Zeichen KROKODIL. Ihre Mutter erklärt: "Das sieht grün aus mit Zacken, du hast Recht. Es ist aber kein Krokodil, sondern ein BAUM. Der Baum heißt Palme (dazu Zeichen BAUM)." Damit war Jette dann sichtlich zufrieden und wiederholte die Rest des Tages für sich immer wieder KROKODIL - Kopf schütteln - BAUM verbunden mit strahlenden Augen!

Ein einheitliches Gebärdensystem zur Verständigung ist dabei wie auch in der Lautsprache empfehlenswert, damit viele Menschen gleichermaßen daran teilhaben können. So haben sich Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache bewährt, die besonders bildhaft das Benannte symbolisieren und motorisch einfach sind.

Einheitliche Gebärden innerhalb der Kita vermeiden gerade in der Offenen Arbeit ein babylonisches Sprachgewirr und führen in der KiTa fort, was als Grundstein in immer mehr Familien gelegt wird.

Aus der Praxis: Wir beobachten, dass die Kinder angespornt durch die positiven Kommunikationserlebnisse auch selbst kreativ werden und sich eigene Gesten ausdenken für Begriffe, die sie benötigen, wo ihnen die passenden Zeichen noch fehlen. So nutzte Max (16 Monate) z.B. für JOGHURT eine Auseinanderbewegung der Fäuste verbunden mit einem Klack-Laut.

Auf dem Weg zur Sprache eignen sich Kinder erst konkrete Repräsentationen an (wie z.B. "mäh, mäh" oder "wau-wau") und gehen dann zur nächst höheren symbolischen Ebene über (Wort: Schaf oder Hund). Dabei wachsen die Anforderungen an die geistigen Fähigkeiten des Kindes. Wenn das Kind ermuntert wird, konkrete Repräsentationen für Gegenstände oder Ereignisse/Tätigkeiten zu gebrauchen (Geräusche oder Zeichen), die ihm neu sind, dann kann dies seine Ausdrucksfähigkeit strukturieren und fördern. Bellen, hecheln oder Männchen machen ist eine konkrete Repräsentation des Begriffs HUND und wird auch über Sprachbarrieren hinweg verstanden.

"Ich verstehe die Kinder auch so."

Richtig, wir erschließen die Stimmungen und Bedürfnisse der Kinder oft intuitiv über ihre Laute, Mimik und Gestik. Dies wollen die Babyzeichen auch nicht in Frage stellen, sondern den natürlichen Verständigungs- und Bindungsprozess unterstützen und zwar weit über das reine Zeigen oder Erkennen eines bestimmten Handzeichens hinaus. Der Gebrauch von Babygebärden erhöht die Aufmerksamkeit der Erwachsenen für die Kommunikationsversuche der Kinder und sensibilisiert, auf alle Kommunikationssignale zu achten.

Aus der Praxis: "Unsere Gesprächsthemen haben sich durch Babyzeichen vervielfacht. Die Kinder machen mich auf Dinge aufmerksam, an denen ich achtlos vorüber gegangen wäre. Zudem lassen sie mich teilhaben an Gedanken oder Dingen, die gerade nicht sichtbar sind, auf die man in dem Moment nicht zeigen kann. Emilia erzählte z.B. von der ZIEGE, die wir gestern im Tierpark gefüttert haben und wiederholte dies mit Freude am Mittag, als die Mama sie abholte. Auch in den folgenden Tagen war die ZIEGE immer wieder Gesprächsthema der Kinder."

Kindermund: "Das Lieblingsbuch von Felix ist das mit den Fahrzeugen. Vor allem liebt er den Bagger. Eines Tages blätterte er in diesem Buch und leckte sich immer wieder den Finger ab, während er mich fragend anschaute. Dann kamen wir auf die Seite, wo ein Abschleppwagen zu sehen war. Felix leckte wieder begeistert seinen Finger ab. Nun verstand ich: Er hatte beim Erklären nicht Abschlepp-Wagen, sondern "Abschleck"-Wagen verstanden und wollte mir mit seinem eigenen Zeichen sagen, welche Seite im Buch er sehen wollte!"

Beteiligung an der Kommunikation von Anfang an

Babyzeichen sind kein Ersatz der Lautsprache oder eine zu erlernende Fremdsprache sondern nutzen als Sprachbewegungen weitere Sinneskanäle, um Sprache ganzheitlich erlebbar zu machen. Die Untermalung der Sprache mit Bewegungen begleitet das Lernen der Jungen und Mädchen intensiv. Hierbei spielt besonders die damit verbundene Hand-Augen-Koordination sowie Schulung der Grob- und Feinmotorik eine wichtige Vorreiterrolle für den Spracherwerb.

Fazit

Mit Babyzeichen "zieht man nicht am Gras, damit es schneller wächst". Wir düngen es ... Wir erwarten nichts vom Kind, was es noch nicht meistern kann. Im Gegenteil, dem Kind wird eine seiner momentanen Entwicklungsstufe entsprechende Möglichkeit der Beteiligung an der Kommunikation angeboten. Ob es sich äußern möchte und in welcher Form es schon teilhaben kann, entscheidet es selbst. Voraussetzung ist, dass ich mich auf seine Augenhöhe und seinen Entwicklungstand begebe.

Wie bei allem kommt es auf das Maß und die dahinter stehende Absicht an. Eine das Kind altersgerecht und wertschätzend einbeziehende Beschäftigung und intensive Zuwendung ist für beide Seiten förderlich.